Tipp der Woche

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Auszug aus: Selbstmanagement-Letter E-Mail Newsletter vom Donnerstag, 06. November 2008

Klar, Konkret, Konstruktiv

1. KLAR bedeutet: Sie senden eindeutige Botschaften aus

Klar drücken Sie sich aus, wenn Ihr Gegenüber Ihre Botschaft schnell und ohne nachfragen zu müssen verstehen kann: "Ich bin Journalist und möchte einen Artikel für Ihre Zeitschrift schreiben." Sie bleiben beim Thema und stellen Sachverhalte einfach dar. Sie verwenden kurze Sätze und geläufige Wörter. So vermitteln Sie Ihrem Gesprächspartner, dass Sie klar denken und zu dem, was Sie sagen, stehen. Sie strahlen Selbstsicherheit und Kompetenz aus.

Wie anders hört sich dieser Satz an: "Im Grunde bin ich ja Sachbuchautor … ähm, aber bei der heutigen Lage auf dem Printmedienmarkt … na ja, Sie wissen ja, wie es um die Wirtschaft steht … da habe ich mir gedacht, ich biete Ihnen mal einen Beitrag zum Thema X für Ihr Magazin an …"

Zauderer benutzen Füllwörter wie eigentlich, im Grunde, im Prinzip, durchaus. Diese und ähnliche Wörter weisen auf ein schwaches Selbstwertgefühl hin. Ihr Gegenüber fragt sich: Ist er überhaupt fähig zu handeln? Das Gleiche gilt für Floskeln, überlange Schachtel- oder abgebrochene Sätze.

2. KONKRET bedeutet: Sie lassen es zu, dass Ihr Gegenüber Sie beim Wort nimmt

Das Fremdwort "konkret" bezeichnet etwas, das wirklich und greifbar ist. Eine konkrete Aussage ist: "Redaktionsschluss ist der 30. November. Bis dahin muss Ihr Textmanuskript vorliegen. Reichen Sie es später ein, wird es nicht gedruckt."

Das Gegenteil von konkret ist abstrakt, aber auch diffus und missverständlich: "Vielleicht könnten Sie uns Ihren Artikel so gegen Ende November einreichen? Dann würde er möglicherweise in der nächsten Ausgabe mit abgedruckt werden!"

Ein anderes Beispiel für eine konkrete Aussage: "Position 3 Ihres Angebots ist um 250 €, Position 7 um 300 € teurer als die Offerte Ihres Mitbewerbers. Falls Sie diese Posten bei gleicher Qualität zum Preis der Firma XY anbieten, erhält Ihr Unternehmen den Zuschlag." Diffus: "Wir haben hier ein paar weitere Angebote vorliegen, die doch um einiges günstiger ausfallen als Ihres …"

Durch eine konkrete Sprechweise schaffen Sie Sicherheit: für sich selbst und für den anderen. Sie vermitteln Verlässlichkeit. Auf Rückfragen geben Sie präzise Antworten – das schafft eine solide Vertrauensbasis.

3. KONSTRUKTIV bedeutet: Sie zielen immer auf Lösungen ab

Im Allgemeinen erreichen Sie Ihr Ziel dann leichter, wenn Sie auf einen konstruktiven Grundtenor achten – in privaten Unterhaltungen, im Berufsalltag, am Telefon und besonders in wichtigen Besprechungen, bei denen in Ihrem Leben Weichen gestellt werden.

Negative Formulierungen wie "Wir sollten nicht länger …" oder "In diesem Geschäftsjahr haben wir unser Ziel nicht erreicht" erzeugen ein Gefühl der Ablehnung oder des Mangels. Positive Sätze hingegen ("Wir werden künftig …" oder "Die Ergebnisse dieses Geschäftsjahrs spornen uns zu einem Richtungswechsel an …") wirken aufbauend. Bei gleicher Ausgangslage entwickeln die Gesprächsteilnehmer bei einer negativen Formulierung innerlich Widerstand oder Angst. Bei einer positiven Sprechweise dagegen fühlen sie sich ermutigt und spielen in Gedanken Lösungswege durch.

Die 6 positiven Auswirkungen eines konstruktiven Gesprächs:

  • Fragen oder Informationen kommen beim Gegenüber wirklich an.

  • Ratschläge werden angehört und überdacht.

  • Aus "Problemen" werden Aufgaben, die die Partner gemeinsam lösen wollen.

  • Konflikte werden entschärft.

  • Alle Gesprächsteilnehmer empfinden sich als Partner.

  • Alle Seiten zollen einander Respekt, bauen Vertrauen auf und gehen gelöst aus dem Gespräch

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